07.06.
Klang der Historie: Stella’s Morgenstern in der Tempelruine
In der Ruine des Neuen Israelitischen Tempels in der Poolstraße wird Stella´s Morgenstern mit poetischen Liedern auf Jiddisch, Hebräisch, Englisch und Deutsch die Erinnerung an das Leben in der Hamburger Neustadt, den Stadtteil, in dem ein Großteil der Hamburger Jüdinnen und Juden lebte, zum Klingen bringen. Die Lieder, u. a. basierend auf Texten von Heinrich Heine, messen mit Humor und Gefühl die Höhen und Tiefen des Lebens aus und nähern sich diesem besonderen Ort behutsam an. Heinrich Heine war in Hamburg, als der Neue Israelitische Tempel 1844 eröffnet wurde. Sein Onkel Salomon Heine spendete nicht nur für diesen Tempel, sondern auch für zahlreiche wohltätige Zwecke, wie u. a. das Israelitische Krankenhaus auf St. Pauli.
Die Musik des Hamburger Duos um Stella Morgenstern und Andreas Hecht schafft Raum für Innehalten, Wahrnehmung und Resonanz. In der besonderen Atmosphäre der Tempelruine begegnen sich Klang, Architektur und Erinnerung – temporär, zurückhaltend und respektvoll.
Stella’s Morgenstern vertont seit vielen Jahren Gedichte von Heinrich Heine und war mit diesen Bearbeitungen für den deutschen Schallplattenpreis nominiert.