20.05.
Baustelle Zukunft – Working on a vision
Podiumsgespräch
Mit der kommenden Spielzeit beginnt Kampnagel einen umfassenden Bau- und Sanierungsprozess. Ziel ist es nicht nur, das Produktionshaus architektonisch zukunftsfähig zu machen, sondern auch die Arbeits- und Produktionsbedingungen der Freien Künste weiterzudenken. »Never demolish, always add, transform or reuse« – die Haltung der mit dem Umbau beauftragen Architekturbüros Lacaton & Vassal steht auch für das Selbstverständnis Kampnagels, die eigene Zukunft im Bewusstsein der Vergangenheit zu entwerfen. Wie lassen sich Bau und Kunst und Öffentlichkeit verzahnen? Welches Potenzial hat Architektur für gemeinschaftliches Arbeiten und Zusammenkommen? Und wie wird eine Baustelle nicht als Defizit, sondern als Versprechen verstanden – als Zustand des Übergangs, der keinen Stillstand markiert, sondern Wandel sichtbar und erfahrbar macht? Diesen Fragen widmet sich das Panel mit Lacaton & Vassal, Benjamin Foerster-Baldenius von der Architekt*innengruppe raumlaborberlin, der an der Schnittstelle von Raum, Kunst und Gesellschaft arbeitet und das Konzept für die künstlerische Bespielung der Baustelle entwickelt, der Hamburger Performancekünstlerin und Kulturwissenschaftlerin Sibylle Peters, die sich in ihrer künstlerischen, wissenschaftlichen und aktivistischen Praxis mit Politiken der Versammlung, Monumenten und Transformationsprozessen auseinandersetzt, und dem Architekten Thomas Walter, Vorstandsmitglied der Hamburgischen Architektenkammer sowie Mitglied im Arbeitskreis »Bauen im Bestand« der Hamburgischen Architektenkammer. Nach einer Begrüßung durch Architektin und Stadtplanerin Karin Loosen, der Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer, sprechen die Gäste mit Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard über architektonische Visionen, über das Arbeiten auf und mit Baustellen und über die produktive Reibung zwischen Planung und Praxis, zwischen Bestehendem und dem, was erst im Entstehen begriffen ist.
In Kooperation mit der Hamburgischen Architektenkammer und der Hamburgischen Ingenieurkammer-Bau.