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09.08.

Maklerpoesie - Von schönen Worten und Wirklichkeiten

Veranstaltet von
Veranstaltung
Ausstellung
23.07. – 09.08. 19:00 – 19:00 Uhr → Wohl oder Übel, Wohlwillstraße 10
Vernissage 23.07. 19:00 Uhr "Maklerpoesie" mit Häppchen und Schampus → Wohl oder Übel, Wohlwillstraße 10
Finissage 09.08. 17:00 Uhr "Maklerpoesie" - mit Gewinnspiel "Bring your own Maklerpoesie" → Wohl oder Übel, Wohlwillstraße 10
Eintritt

Eintritt frei

Zugänglichkeit
  • Eingeschränkt Rollstuhlgerecht
  • Familienfreundlich

Maklerpoesie - Von schönen Worten und Wirklichkeiten

In Immobilienanzeigen wird von "ruhigen Seitenstraßen im bunten Quartier" gesprochen, die Wirklichkeit sieht anders aus. Was als "urban, kreativ u. einzigartig" beschworen wird, empfinden viele Anwohnende als realitätsfern. In einer Ausstellung werden aktuelle Immobilienangebote kritisch beleuchtet.
Maklerpoesie
© Kristina Patzelt

St. Pauli und angrenzende Stadtteile haben sich in den letzten Jahren durch Gentrifizierungsprozesse deutlich verändert und sind begehrt bei Wohnungssuchenden und Immobilienanleger:innen. Zeitgleich wird der Stadtteil immer stärker von Vergnügungssüchtigen geschwemmt, was wiederum hinsichtlich der Wohnqualität in den einzelnen Quartieren erhebliche Folgen nach sich zieht.

Während in den Immobilienanzeigen noch immer von "ruhigen Seitenstraßen im bunten Quartier" gesprochen wird, sieht die Realität inzwischen deutlich anders aus. Und was in der Maklerpoesie als "urban", "kreativ" und "einzigartig" beschworen wird, empfinden viele Anwohner:innen mittlerweile nur noch als störend und realitätsfern - und die Benennung von Neubauquartieren mit Namen wie "Schanzenkind" oder "Pauline" als plumpe Anbiederung und Vereinnahmung.

In einer Ausstellung will das St. Pauli-Archiv die aktuellen Immobilienangebote und ihre kreativen Beschreibungen kritisch beleuchten und mit den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort abgleichen. Beispielhaft werden Formulierungen von Wohnungsanzeigen und Neubauankündigungen in St. Pauli und angrenzenden Stadtteilen präsentiert und unter die Lupe genommen. Wie viel Wahrheit steckt in den schönen Worten?