13.06. / weitere Termine
Keine Angst vor dem Bleistift - Zeichnungen, Malerei und Architektur
Ausstellung von originalen Zeichnungen, Skizzenbüchern und Gemälde in Ölfarben.
Bleistift begleitet die Architekt*innen. Er ist weit mehr als ein Stift; er ist das primäre Werkzeug zur schnellen Visualisierung, zum Denken und zum Entwerfen. Er ist die direkte Verbindung zwischen Hand und Gehirn, fördert kreative Spontanität und ermöglicht, Ideen ungefiltert auf Papier zu bringen – ein haptischer Kontrast zum digitalen CAD-Zeichnen.
Andererseits heißt skizzieren Raum in seinen Einzelteilen lesen, verstehen und dann schöpferisch entwerfen oder forschen. Das Lesen der Ladenschilder, mit Artikeltitel der Zeitschrift, die mein Vater nach Hause brachte, hat mich zu Kalligrafie gesteuert. Die Malstunde in der Schule war die schönste. Skizzieren, Entwerfen, richtig auf Cansonzeichnen war normal für die Projekte an der Uni. In den Stegreifen verwendete man viel Farbe. Unsere Diplomarbeiten an der Architekturfakultät der Universität Damaskus sind alle mit Hand, zunächst mit Druckbleistift / Feinminenstift, dann mit Chinatinte und rOtring Isograph (Rapidograph) gezeichnet, viele Jahre vor dem Computerzeitalter.
Als Lehrender in Buxtehude hatte ich zu anderen Fächern die Darstellende Geometrie und Perspektive unterrichtet. Im Nahen Osten mussten unser Studierenden Skizzenbücher füllen. Dazu hat man das Wahlfach keine Angst vor Bleistift geführt. Meine persönlichen Skizzenbücher begleiten mich heute noch.
In der Malerei von Salam Al-Abdulla spürt man, dass ihr Werk nicht nur eine Stimmung festhält, sondern Räume darstellt, manchmal frei, manchmal mit Menschen, oder Personen belebt in Nebel getaucht, mit geometrischen Formen, mit zwei oder drei Dimensionen, mit Landschaftsarchitektur, Flächen, jedoch permanent mit heiteren Farben des Sommers.