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03.07.

Das Wohnzimmer Wilhelmsburg - eine begehbare Zeitreise

Urbane Intervention

Veranstaltet von
Veranstaltung
Junger Hamburger Architektur Sommer
Zugabe
03.07. 13:00 Uhr Die Urbane Intervention findet von 13-16:30 Uhr mittig auf dem Stübenplatz statt. Die etwa einstündigen „Zeitreisen“ beginnen jeweils um 13 Uhr und um 15 Uhr. → Stübenplatz, Hamburg Wilhelmsburg
Eintritt

Eintritt frei

Zugänglichkeit
  • Rollstuhlgerechte Anfahrt und Benutzbarkeit

Das Wohnzimmer Wilhelmsburg - eine begehbare Zeitreise

Urbane Intervention

Die urbane Intervention auf dem Stübenplatz begreift den öffentlichen Raum als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen. Als zentraler Ort im Reiherstiegviertel verdichtet er die Geschichten und Umbrüche des Stadtteils und lädt dazu ein, historische Phasen neu zu betrachten und zu verknüpfen.
Urban Living: ein Stück Heimat unter freiem Himmel
© Ursula Kirschner

Die urbane Intervention auf dem Stübenplatz in Hamburg-Wilhelmsburg rückt den öffentlichen Raum als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen in den Mittelpunkt. Als zentraler Ort im Reiherstiegviertel bündelt der Stübenplatz, wie kaum ein anderer Platz, die vielschichtigen Geschichten, Brüche und Transformationen des Stadtteils.

Die Intervention lädt dazu ein, unterschiedliche historische Phasen Wilhelmsburgs neu zu betrachten und miteinander in Beziehung zu setzen:

  • 1910er/20er Jahre – Enge Wohnverhältnisse und Lebensrealitäten der Industriearbeiter*innen

  • 1950er/60er Jahre – Wiederaufbau und das kollektive Trauma der Sturmflut

  • 1980er/90er Jahre – Multikulturalität, Selbstorganisation und Widerstand

  • 2010er/20er Jahre – „Das neue Wilhelmsburg“ auch im Kontext der Internationalen Bauausstellung (IBA)

Zugleich stellt sich Kunst im öffentlichen Raum heute verstärkt der Frage, wie sie auf gesellschaftliche Wirklichkeiten einwirken und diese transformieren kann. Kollektive, prozessorientierte und interaktive ästhetische Interventionen erscheinen dabei zunächst als Irritation im Stadtraum – sie können jedoch langfristig Impulse für soziale und urbane Veränderungsprozesse setzen.

So entsteht ein vielschichtiger Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart – und die Einladung, den Stübenplatz als aktiven Ort gemeinsamer Aushandlung städtischer Zukunft zu begreifen.