Hamburger Architektur Sommer 2019
 
 
Vortragsreihe mit drei Vorträgen zur Hamburgischen Geschichte
06.06 / 13.06 / 20.06

Entwicklung der Stadt Hamburg 831 bis 1986

Die Vortragsreihe besteht aus drei Vorträgen, die chronologisch aufeinander aufbauen. Jeder Vortrag hat aber auch für sich eine in sich abgeschlossene Thematik und kann deshalb auch ohne Kenntnis der vorhergehenden Vorträge gehört werden.

Es geht um die wesentlichen Schritte der räumlichen Entwicklung Hamburgs und die hierfür nennbaren historischen Ursachen.

Der Stadtkörper trägt noch heute in Form von Straßennamen, topografischen Bezeichnungen, räumlichen Besonderheiten und örtlichen Eigenheiten die Erinnerung an seine Geschichte in sich. Auch diesen soll nachgegangen werden, denn sie heben die Geschichte ins Heute.

Es zeigt sich, dass die Stadt wie ein lebendiger Organismus west, der das Wirken der Menschen in seinem Stadtraum manifestiert. Sie wächst, vergeht, wird verletzt und heilt wieder.

1. Vortrag (06.06.2019) VON 831 BIS 1842

Er zeigt die Entwicklung von der Hammaburg, einer ersten bischöflichen Alstersiedlung (Petrikirchspiel) hin zu einem städtischen Ensemble von vier Kirchspielen (mit Nikolai, Katharinen, Jakobi), das schließlich im Dreißigjährigen Krieg mit einem Bastionsring umbaut und befestigt wurde (Michaelis). Bedrohliche Ereignisse wie die Franzosenzeit und der große Hamburger Brand beendeten die mittelalterliche Struktur.

2. Vortrag (13.06.2019) VON 1843 BIS 1943

In diesem Vortrag geht es um den Wiederaufbau nach dem Brand und die moderne Ausrichtung der Stadt auf die Zukunft. Viele Innovationen, die auf dem europäischen Festland zum ersten Mal realisiert wurden, prägten die Stadt. Ein ungebremster Zuzug von Menschen führte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur räumlichen Expansion und damit einhergehenden tiefgreifenden Veränderungen im alten Stadtkörper. Ausbau des Hafens zum größten Seeschiff- und Binnenschiffhafen. Hamburg wächst zu einer Millionenstadt, einer Weltstadt. Nach 1919 organisiertes Wachstum durch eine künstlerische Stadtplanung, verdichteter Kleinwohnungsbau und grüne Freiflächen. Schließlich das Groß-Hamburg-Gesetz und die Planungen zur Führerstadt. Dieser Zeitraum endet in der Katastrophe des Bombenkriegs.

3. Vortrag (20.06.2019) VON 1944 BIS 1986

Nach dem Zweiten Weltkrieg erhebt sich die Stadt aus den Trümmern. Wiederaufbaugesetz und Wohnungsneubau gegen die große Wohnungsnot. Autogerechte Stadt und die Folgen der Charta von Athen. Planerische Konzepte zur Siedlungsentwicklung und Großprojekte des Wohnungsbaus schaffen neue Stadtteile und neue Probleme. In diesem Zusammenhang wird die Rolle der Neuen Heimat besonders betrachtet und der Vortrag endet mit dem Zeitpunkt der Liquidierung der Neuen Heimat 1986. Der Zuzug von Menschen stagniert, Hamburg schrumpft.

Veranstalter*in:  Museum für Hamburgische Geschichte, Jo Claussen-Seggelke
Termin: 06.06 / 13.06 / 20.06, jeweils 18.30 Uhr
Eintrittspreise / Teilnahmegebühren:  7,00 €
Ort: Museum für Hamburgische Geschichte, 20355 Hamburg, Holstenwall 24, Großer Hörsaal
Info: 040 428 132 701
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© Sammlung Jo Claussen-Seggelke
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aus Braun und Hogenberg 1572
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Stintfang 1844 aus Clemens Hamburg
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